revisiting Rilke’s swan

by Nariman Youssef

Der Schwan

This effort to move,
heavy and shackled,
through so much still undone,
is like the awkward walk of the swan.

And the dying, this letting go
of the ground on which we normally stand,
is like the swan anxiously lowering himself

Into softly receiving waters,
which flow, joyful and ephemeral,
beneath him, wave after wave,
while he, infinitely still and secure,
becoming wiser, ever more majestic,
ever more serene,
with growing equanimity,
settles into gliding.
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Diese Mühsahl, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehn,
gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen
jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,
seinem ängstlichen Sich-Niederlassen – :

in die Wasser, die ihn sanft empfangen
und die sich, wie glücklich und vergangen,
unter ihm zurückziehn, Flut um Flut;
während er unendlich still und sicher
immer mündiger und königlicher
und gelassener zu ziehn geruht.

Aus: Neue Gedichte (1907)